18. Dezember 2015

Impfen fördern, aber nicht erzwingen

„Ich halte Impfungen grundsätzlich für wirksam bei der Bekämpfung vieler Infektionskrankheiten. Aber sie sind medizinische Eingriffe, die auf Freiwilligkeit beruhen sollen. Mit Zwang und Strafen erzeugen wir nur Abwehr und Misstrauen.“ erklärt Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der LINKEN, zur Forderung von CDU und SPD, eine Impfpflicht für Kleinkinder einzuführen. Vogler weiter:

 

„Wir brauchen keine Impfpflicht, sondern gute Argumente und Überzeugung, mit einem flächendeckenden, aufsuchenden Informationsangebot für alle Eltern. Der zuletzt immer mehr abgebaute öffentliche Gesundheitsdienst muss wieder in die Lage versetzt werden, sich wirkungsvoll um die öffentliche Gesundheit und Infektionsschutz zu kümmern.

 

In der Regel gehe ich davon aus, dass bei den Impfungen für Kleinkinder der individuelle und der gesellschaftliche Nutzen größer als das Risiko möglicher Schädigungen sind. Wenn es aber zu einer der eher seltenen schwerwiegenden Impfschäden kommt, dann müssen die bestmögliche Behandlung und eine schnelle Entschädigungen erfolgen. Um Impfskeptiker zu beruhigen ist es wichtig, dass die Forschung zu erwünschten und zu unerwünschten Wirkungen von Impfungen verstärkt wird, und vor allem, dass alle Ergebnisse objektiv veröffentlicht werden.“