2. August 2012 Pressemitteilung Kathrin Vogler, MdB

Organspende-Skandal schonungslos aufdecken und das eben erst geänderte Transplantationsgesetz erneut auf den Prüfstand stellen

„Das Ausmaß an Lug und Betrug bei der Organtransplantation ist erschreckend. Darum muss sich der Bundestag umgehend – und zwar in einer öffentlichen Sitzung – erneut mit dem Transplantationsgesetz befassen.“ fordert Kathrin Vogler, stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag. Vogler weiter:

„Die Bevölkerung hat einen Anspruch darauf, dass es bei der Organspende hundertprozentig korrekt und gerecht zugeht und dass darüber Transparenz hergestellt wird. Deshalb darf die Aufklärung der skandalösen Vorfälle auf keinen Fall hinter verschlossenen Türen erfolgen.

Vor einem Vierteljahr hat die LINKE eine öffentliche Sachverständigenanhörung im Gesundheitsausschuss zum Transplantationsgesetz gefordert. Aber eine ganz große Koalition von CDU/CSU, SPD und FDP hat dies verweigert. Ebenfalls abgelehnt wurden Forderungen der Linksfraktion, den Staat stärker in die Kontrolle der Organspende einzubinden.

Damals waren es Berichte über Unregelmäßigkeiten bei der Koordinierungsstelle DSO, heute sind es die Transplantationsmediziner, eine Vielzahl an manipulierten Patientenakten und der Verdacht auf Bestechlichkeit, die die Organspende unrühmlich in die Presse bringen.

Wenn wir jetzt nicht handeln und sämtliche Regelungen zur Organspende schonungslos auf den Prüfstand stellen, werden wir unserer Verantwortung nicht gerecht.“