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Liebe Emsdettenerinnen und Emsdettener,

mein Name ist Kathrin Vogler und ich möchte im September Ihre Bürgermeisterin werden.

Emsdetten ist mein Zuhause und ich möchte, dass es für alle Menschen, die hier leben, genau die Lieblingsstadt wird, die es für mich seit meinem vierten Lebensjahr ist.

Diese Wahl findet unter verschärften Bedingungen statt. Ein Virus, ein winziges Stückchen Protein, hat unsere Sicherheit, unser Zusammenleben und unsere Wirtschaft schwer erschüttert und das weltweit. Diese Gefahr hat viele andere Probleme erst einmal in den Hintergrund gerückt, aber deswegen sind sie ja nicht weg. Ich denke da vor allem an die soziale Spaltung und an den Klimawandel.

Manche sagen: es soll jetzt möglichst schnell genau so weitergehen, wie es vorher war. Aber viele spüren auch, dass sich etwas verändert und dass wir etwas verändern müssen, dass wir unser Zusammenleben, unser Arbeiten und unser Gemeinwesen neu gestalten müssen. Wir alle wissen, dass das nicht einfach ist. Aber ich traue mir zu, mit Ihnen gemeinsam diesen Weg zu gehen..

Warum traue ich mir das zu? Ich bin Emsdettenerin mit Leidenschaft. Von meinen fast 57 Lebensjahren habe ich mehr als die Hälfte hier verbracht. Ich weiß, dass das Emsdetten von heute nicht mehr das ist, in dem ich zur Schule gegangen bin. Aber ich bin gerne zurückgekommen, weil wir hier eine besondere Art haben, miteinander und mit Problemen umzugehen und das macht unsere Stärke aus.

Ich habe mich in meinem Leben immer wieder in neue Situationen und Aufgabenfelder eingearbeitet und man sagt mir nach, dass ich das schnell und effizient mache. Als ich 2009 neu in den Bundestag gewählt wurde, schickte meine Fraktion mich in den Gesundheitsausschuss und dort wurde ich gleich zur stellvertretenden Vorsitzenden. Um da zu bestehen, musste ich sehr schnell die komplizierten Strukturen verstehen und lernen, wer welche Interessen vertritt. Und um etwas zu bewegen, musste ich  mich vernetzen, Bündnisse schmieden und auch mal Kompromisse aushandeln. Das bedeutet, verdammt dicke Bretter zu bohren. Aber davor bin ich nicht bange. So habe ich zum Beispiel mehrere Gesetzentwürfe in fraktionsübergreifenden Gruppen ausgearbeitet und durch den Bundestag gebracht - von der Linken bis zur CSU. Ich bin überzeugt, dass ich so auch das Rathaus leiten kann.

Ich glaube, was mir extrem geholfen hat ist, dass ich einerseits einen klaren Standpunkt habe und andererseits alles, was ich tue, immer wieder kritisch hinterfrage. Auch, wenn ich letzten Endes die Verantwortung übernehme, versuche ich immer, vorher möglichst viele Fakten zu sammeln und möglichst viele Menschen mit ihren Ideen und Meinungen in die Entscheidung einzubeziehen. Das ist manchmal mühsam, aber es führt zu besseren Ergebnissen. Und darauf kommt es doch an.

Ich hatte schon als Kind einen besonders ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und habe mich für meine Mitschüler eingesetzt, wenn sie ungerecht behandelt wurden. Ich interessiere mich für Menschen und dafür, wie sie leben, woran sie leiden und wovon sie träumen. Jeder Mensch ist für mich gleich wertvoll und hat das Recht, frei, selbstbestimmt und in Würde zu leben. Grenzen gibt es nur da, wo das Recht und die Würde anderer verletzt werden oder wo ein Schaden für die Allgemeinheit angerichtet wird. Das ist meine Grundhaltung als Linke.

Ich kenne die alltäglichen Kämpfe und Sorgen vieler Menschen nicht nur aus Büchern oder Filmen, sondern weil ich vieles selbst erlebt habe: eine Kindheit und Jugend mit ständigen Geldsorgen, Krankheit und Behinderung in der Familie, die vergebliche Suche nach einem Ausbildungsplatz, ein Studium mit Nebenjobs, eine enge und schlecht gedämmte Dachwohnung oder die häusliche Pflege von Angehörigen - ich ahne nicht nur, was das bedeutet, sondern ich weiß es aus eigener Erfahrung. Auch deswegen sind mir die Menschen, die nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurden, besonders wichtig.

Ich möchte eine Bürgermeisterin für alle Menschen in Emsdetten sein, aber vor allem für diejenigen, die bisher zu wenig beachtet werden. Ich möchte dazu beitragen, dass unsere Stadt besser, sozialer und ökologischer wird. Dass alle Emsdettener*innen, wann und wo immer sie auch geboren wurden, sagen können: Das ist meine Lieblingsstadt und ein guter Ort zum Leben.

Schwerpunkte

Vogler

In Emsdetten haben vier von zehn Haushalten nur ein geringes Einkommen. Jedes zehnte Kind wächst in Armut auf. Mehr als jeder vierte Erwerbstätige muss sein Gehalt durch Sozialleistungen aufstocken. Diese Familien sind ganz besonders darauf angewiesen, dass es bezahlbaren Wohnraum, kostenlose Bildungsangebote, niedrige Preise für Verkehrsmittel und eine gute soziale Infrastruktur gibt. Ich setze mich dafür ein, dass …

… Bildung gebührenfrei wird: Kitas und OGS beitragsfrei, Schluss mit Umlagen und "Kopiergeld".

… Kultur, Sport und Freizeitangebote auch für Menschen mit niedrigem Einkommen bezahlbar bleiben (zum Beispiel das neue Kombibad).

… bei Auftragsvergaben durch die Stadt darauf geachtet wird, dass die Firmen gute, möglichst tarifgebundene Arbeitsplätze anbieten.

… der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und vergünstigt wird.

… Emsdetten mehr bezahlbare Wohnungen bekommt, zum Beispiel mit einer städtischen Wohnungsgesellschaft.

… die Verwaltung regelmäßig einen Sozialbericht vorlegt, der sich mit sozialen Lagen der Bevölkerung befasst und Vorschläge für Maßnahmen enthält.

Vogler

Für Kinder und jüngere Jugendliche wird in Emsdetten schon eine Menge angeboten. Aber für die älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es fast nur kommerzielle Angebote, die junge Menschen mit wenig Geld ausschließen. Wenn wir wollen, dass junge Menschen in der Stadt bleiben, dann müssen wir ihnen auch eine berufliche Perspektive bieten. Ich setze mich dafür ein, dass …

… Emsdetten ein Jugendparlament bekommt, das in allen wichtigen Fragen mitentscheiden kann.

… die Stadtverwaltung mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt, gerade auch im gewerblich-technischen Bereich.

… Kultur- und Freizeitangebote für Jugendliche so gefördert werden, dass jede*r sie sich leisten kann.

Vogler

In den letzten Monaten haben wir gesehen, was wir erreichen können, wenn wir zusammenhalten. Emsdetten, das sind alle Menschen, die hier leben: Alteingesessene und neu Hinzugekommene, Christen, Muslime, Juden, Atheisten und andere, Menschen, die Plattdütsch küern oder Hochdeutsch reden und die, die sich mit Deutsch noch schwer tun. Gutes Zusammenleben fällt nicht vom Himmel, es muss erarbeitet werden. Ich setze mich dafür ein …

… dass es mehr Möglichkeiten für Zugewanderte gibt, Deutsch zu lernen und die Sprache im Alltag anzuwenden.

… dass für die wichtigsten Herkunftsländer muttersprachlicher Unterricht angeboten wird.

… dass Emsdetten sich bereiterklärt, weitere Geflüchtete aufzunehmen und zu integrieren.

… dass sich die Vielfalt der Bevölkerung auch in der Stadtverwaltung abbildet und Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders ermutigt werden, sich auf Ausbildungsplätze im öffentlichen Dienst zu bewerben.

… dass Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und andere Formen der Menschenfeindlicheit in unserer Stadt wirksam bekämpft werden.

Vogler

Emsdetten ist schon jetzt richtig gut in ökologischer Mobilität. Für mehr als jede dritte Fahrt im Stadtgebiet ist die Leeze schon das Mittel der Wahl, die Emsdettener*innen nutzen das Fahrrad sogar mehr als die Münsteraner*innen. Doch natürlich gibt es dabei noch Luft nach oben. Ich setze mich dafür ein, dass …

… das Radverkehrskonzept endlich in Gänze umgesetzt wird.

… die Verkehrs- und Stadtplanung besser auf die Bedürfnisse von Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen reagiert.

… überall in der Stadt ausreichend sichere und bequeme Abstellanlagen für Fahrräder vorhanden sind, auch für E-Bikes, Lastenräder, Dreiräder und Fahrradanhänger.

… zu Fuß gehen, Rollstuhlfahren und Fahrradfahren noch sicherer wird, zum Beispiel durch mehr Zonen, in denen die Geschwindigkeit der Autos begrenzt wird, bessere Fahrradwege ohne steile Bordsteinabsenkungen und klare Kante gegen Gehwegparken.

… der öffentliche Nahverkehr ausgebaut, barrierefrei gestaltet und vergünstigt wird und vor allem auch am Wochenende und nachts zur Verfügung steht.

… die Geschäftsleute von der Stadt dabei unterstützt werden, einen gemeinsamen Lieferservice und einen Lastenradverleih einzurichten, damit niemand mehr mit dem Auto zum Shoppen fahren muss.

… ein erneuter Versuch unternommen wird, ein Carsharing-Angebot in Emsdetten zu starten.

Vogler

Seit der Schließung des Krankenhauses vor fünf Jahren hat Emsdetten keine Rund-um-die-Uhr-Notfallversorgung mehr.

Ich setze mich dafür ein, …

… das eine Notfallambulanz eingerichtet wird, die 24 Stunden am Tag und 7 Tage in der Woche geöffnet ist.

… dass im Kreis Steinfurt kein weiteres Krankenhaus geschlossen wird.

… dass Projekte gegen Mobbing und häusliche Gewalt gefördert werden.

…dass Emsdetten einen Hitzeaktionsplan bekommt, in dem festgelegt wird, wie die Gesundheit der Menschen in besonders heißen Sommern besser geschützt werden kann.

… dass im Kreis Steinfurt ein Runder Tisch gegen Antibiotikaresistenz eingerichtet wird, an dem *innen, Mediziner*innen und Apotheker*innen gemeinsam mit den Verwaltungen über wirksame Maßnahmen gegen multiresistente Keime beraten.

Vogler

In Emsdetten gibt es noch zu viele Hürden für Menschen mit Behinderungen, um wirklich am Leben teilzuhaben. Ich setze mich dafür ein …

… dass Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden.

… dass alle Gebäude und Verkehrsmittel bei Neubau, Neuanschaffung oder Renovierung barrierefrei gestaltet werden.

… dass Ratssitzungen und andere wichtige Veranstaltungen in Gebärdensprache übersetzt werden.

… dass alle wichtigen Dokumente und die Homepage der Stadt in Leichte Sprache übersetzt werden.

… dass es für Menschen, die vorübergehend gehbehindert sind, eine befristete Parkerlaubnis gibt, mit der sie überall kostenlos parken können.

Vogler

Wir wollen unseren Enkeln eine lebenswerte Welt hinterlassen. Dazu können wir auch in Emsdetten einen Beitrag leisten. Ich setze mich dafür ein, dass …

… der Ausbau erneuerbarer Energien vor allem auch in öffentlichen Gebäuden massiv beschleunigt wird. Kein neues öffentliches Gebäude mehr mit fossiler Heizung!

… die Ausbringung von Gülle und Pestiziden besser kontrolliert und nach Möglichkeit unterbunden wird. Das Klärwerk soll eine vierte Reinigungsstufe bekommen. Auf öffentlichen Flächen, die dauerhaft oder vorübergehend nicht genutzt werden, sollen artenreiche Blühstreifen entstehen.

… Nachverdichtung und Erhöhung der Geschossflächenzahl genutzt werden sollen, um weitere Versiegelung von Flächen zu verhindern. Der zusammenhängende Grünzug von Deitmars Hof über die Mühlenbachaue bis zum Stadtpark muss nicht nur erhalten bleiben, sondern auch naturnah ausgestaltet werden. Begrünung von Dächern und Fassaden für ein besseres Stadtklima!

… Fahrradfahren und Laufen als umweltfreundlichste Fortbewegungsarten gefördert werden. Umsetzung des Fahrradkonzepts und mehr Platz für Fußgänger*innen!

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Meldungen


Nächste Online-Sprechstunde mit Kathrin Vogler auf Facebook: Mo., 10. August, ab 19.00 Uhr

Die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben das öffentliche und soziale Leben weitgehend lahmgelegt. Trotzdem will die Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler (DIE LINKE) weiter für die Fragen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sein. Weiterlesen


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Der Fall Tönnies: Kein Ausrutscher, sondern Sauerei mit System

In einer gemeinsamen Erklärung nimmt die Landesgruppe NRW der Fraktion DIE LINKE im Bundestag Stellung zum "System Tönnies". Weiterlesen


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Kein Einzelfall – Vogler will den Kontrolldruck auf die Fleischindustrie erhöhen

„Die strukturellen Probleme der Fleischindustrie treten in der Corona-Pandemie offen zutage. Dumpinglohn, miese Arbeitsbedingungen und schlechte Unterbringung gehören dort zur Tagesordnung und wirken wie ein Einfallstor für Covid-19. Der jetzige massive Ausbruch bei Tönnies war angesichts der unhaltbaren Zustände leider nur eine Frage der Zeit“,... Weiterlesen