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Kuba: Erfolgreich gegen Corona

Trotz der menschenfeindlichen US-Sanktionen gelingt es Kuba mit kluger Aufklärung, eigener Impfstoffproduktion und einer Impfquote, für die das Land vom Rest der Welt bewundert wird, die eigene Bevölkerung bestmöglich gegen Corona zu schützen. Am 20. Juli erfuhr Kathrin Vogler von Francisco Durán, wie das funktioniert.

Der Kampf gegen Corona - trotz schwierigster Bedingungen

Francisco Durán ist DAS Gesicht der kubanischen Corona-Bekämpfung. Der Arzt und Epidemiologe hat Kathrin Vogler und ihre Parlametarier*innengruppe Mittelamerika auf Einladung der kubanischen Botschaft in Berlin über die Erfahrungen berichtet, die Kuba mit COVID-19 gemacht hat und noch immer macht.

Der sozialistische Inselstaat vor der Küste Floridas muss nicht nur, wie alle Länder, für den Schutz der Bevölkerung vor schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen sorgen, sondern dabei auch noch massive Hindernisse wegen der US-Sanktionen überwinden. Einkäufe von Medizinprodukten und Arzneirohstoffen werden zum Hürdenlauf, weil US$ nicht genutzt werden dürfen und der Zahlungsverkehr fast völlig blockiert wird.

In dieser eigentlich verzweifelten Situation hat die kubanische Regierung auf massive Aufklärung der Bevölkerung und Entwicklung eigener Impfstoffe gesetzt. Vier verschiedene Impfstoffe und der massive Ausbau der bereits vorhandenen Impfzentren sowie eine kluge, witzige Information haben dafür gesorgt, dass inzwischen 98% aller ab 2 Jahren gegen COVID-19 grundimmunisiert und nahezu alle Älteren 1-2 mal geboostert sind.

In den letzten 10 Wochen gab es in Kuba keinen Todesfall mehr, trotz zunehmender Fallzahlen durch Omikron BA.5.