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15. Mai: Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung

Der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung fokussierte in diesem Jahr weltweit auf die Lage der KDVer in Südkorea.

Auch in Berlin, vor der Botschaft der Republik Korea, hat ein Bündnis aus Unterstützergruppen und Friedensorganisationen mit einer Kundgebung für das Ende der Kriminalisierung der südkoreanischen KDVer und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung demonstriert. Mit dabei war auch Kathrin Vogler.

Südkorea ist ein hochmilitarisiertes Land und betreibt die fünftgrößte Armee der Welt. Alle Männer sind zum Militärdienst verpflichtet und werden für 21 bis 24 Monaten eingezogen. Wer sich dem entzieht und den Kriegsdienst verweigert, geht ins Gefängnis. Aktuell sind etwa 300 Kriegsdienstverweigerer in Südkorea inhaftiert. Die Organisation World Without War kämpft seit 2003 Jahren dafür, dass in Südkorea das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung durchgesetzt wird, bisher leider ohne Erfolg.

Um die Forderungen der südkoreanischen Friedensbewegung zu unterstützen, war der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung in diesem Jahr weltweit auf die Lage der KDVer in Südkorea fokussiert.

Auch in Berlin, vor der Botschaft der Republik Korea, hat ein Bündnis aus Unterstützergruppen und Friedensorganisationen mit einer Kundgebung für das Ende der Kriminalisierung der südkoreanischen KDVer und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung demonstriert.

Mit dabei war auch Kathrin Vogler. Sie teilt die Hoffnung der Friedensbewegung in Südkorea, dass das jüngste Waffenstillstandsabkommen zwischen den beiden Koreas der Beginn eines Friedensprozesses ist, der auf der koreanischen Halbinsel zu einer nachhaltigen Entspannung und weitreichenden Abrüstungsschritten führt.

Rudi Friedrich, der für Connection e.V. die Kundgebung in Berlin mitorganisiert hatte, zitierte in seiner Rede aus einer Stellungnahme von World Without War zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung: „Erstmals seit 70 Jahren weht nun eine Atmosphäre des Friedens über die koreanische Halbinsel. Südkoreaner und Bürger der ganzen Welt, die sich für Frieden einsetzen, hoffen darauf, dass das jüngste Waffenstillstandsabkommen zwischen den beiden Koreas in eine Erklärung münden wird, um den Krieg zu beenden. Sie hoffen darüber hinaus auf einen Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea und auf eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel.“


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