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Besuch im Frauenhaus Emsdetten

Heute besuchte Kathrin Vogler das Frauenhaus in Emsdetten, um dort eine Spende von 200 € und einige selbstgenähte Masken für Kinder vorbeizubringen; und um mit den Frauen zu darüber zu sprechen, wie die Arbeit unter den Bedingungen von Corona im Haus läuft. Hier ihr Bericht:

"Zur Zeit können keine Frauen neu aufgenommen werden, es wird aber nach Möglichkeiten gesucht, Neuankommende zunächst extern unterzubringen, bis sie nach einem negativen Corona-Test dann auch im Haus selbst aufgenommen werden können. Überrascht hat mich, dass es seit Beginn des Lockdown nicht mehr, sondern eher weniger Nachfrage gegeben hat.

Die Bedingungen im Haus selbst sind durch die räumliche Enge und durch die Schließung von Kitas und Schulen schwierig gewesen, was die wenigen Mitarbeiterinnen durch verstärktes Engagement versucht haben auszugleichen. Es sind viele Kinder im Haus, die dort ihren natürlichen Bewegungsdrang nur schwer ausleben können.

Ein weiteres großes Problem für die Familien ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, wenn sie das Frauenhaus verlassen wollen. Dadurch werden die Aufenthalte unnötig verlängert und natürlich Plätze für akut Betroffene blockiert. Mir ist noch einmal klar geworden, dass der Gewaltschutz für Frauen und Kinder mehr Aufmerksameit, eine bessere Ausstattung mit Räumen und Personal und letztendlich mehr Geld benötigt. Auch die Arbeit mit den Tätern sollte m.E. mehr Ressourcen bekommen, denn ohne Unterstützung finden nur ganz wenige den Weg in ein Leben ohne Gewalt. Übrigens ist Gewalt in Familien ein Problem, das alle angeht, weil es überall vorkommen kann.

Ich bin dankbar für die Arbeit, die dort geleistet wird und werde sie auch weiter unterstützen. Einen Teil der Spenden habe ich von Menschen bekommen, die ich mit selbstgenähten Masken versorgt habe. Auch Euch danke ich dafür.

 


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Kathrin Vogler