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K.Vogler mit Genossen in Oer-Erkenschwick

Demo gegen den Kriegseinsatz in Afghanistan

Am Sonntag, den 13.2.11 demonstrierte die LINKE in Oer-Erkenschwick gegen den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Mit dabei: Kathrin Vogler.

Anlass war eine CDU-Veranstaltung mit dem Bundestagsabgeordneten Phillip Missfelder zum Thema "Verantwortung für die Soldaten in Afghanistan". Die Kriegsgegner machten klar, dass die Kriegsunterstützung nicht auf die ungeteilte Unterstützung der Bevölkerung zählen kann. Schließlich sind immer noch über 70 % der deutschen Bevölkerung gegen diesen Einsatz.
In der nachfolgenden Veranstaltung im LINKEN Parteilokal sprach Kathrin Vogler über die Auffassung der Linkspartei zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Kathrin Vogler betonte, dass mittlerweile unter Fachleuten kaum noch bestritten wird, dass alle gestellten Kriegsziele nicht erreicht wurden und die Alternativen zurzeit der komplette, organisierte Abzug aller Truppen oder eine jahrzehntelange Besatzung sind. Kathrin Vogler warf einen Blick auf die am 19.2. in Hannover stattfindende gemeinsame Konferenz der deutschen Entwicklungshilfeorganisationen mit den bedeutenden Friedensgruppen. Hier wird gemeinsam darüber gesprochen, was es bedeutet, wenn die Entwicklungsgruppen die Anwesenheit der Bundeswehr in Afghanistan als für sie gefährlich einstufen.
Christian Bernhard vom Bund Deutscher Veteranen berichtete über die Folgen seines Einsatzes und wie wenig feinfühlig die deutsche Gesellschaft mit den Soldaten umgeht, die infolge ihres Einsatzes unter posttraumatischen Belastungssymptomen leiden. Ihm wurde z.B. ärztlicherseits attestiert, dass er ein weiteres Mal durch die Behandlung deutscher Behörden traumatisiert wurde.
Christian Bernhard forderte eine größere Akzeptanz auch von der LINKEN für die Leiden der traumatisierten Soldaten und bessere Hilfen bei ihrer gesellschaftlichen Wiedereingliederung. Kathrin Vogler betonte, dass die wirksamste Traumaprävention die Beendigung der Kampfhandlungen ist.
Für Afghanistan bleibt im Grunde nur die Hoffnung, dass die Umleitung des Geldes für militärische Hilfe in humanitäre Hilfe den friedliebenden Kräften im Land hilft und den Taliban und andere Kriegsbaronen langfristig das Wasser abgräbt. Für Josef Oeinck, Sprecher der LINKEN in Oer-Erkenschwick, hat sich abschließend die Erkenntnis bestätigt, dass der Einsatz der NATO in Afghanistan das Chaos nicht verringert und die Bedingungen zum Aufbau einer Demokratie in Afghanistan eher verschlimmert hat.


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Kathrin Vogler