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Erfolgreicher Protest: Solidarität mit Romana und allen Pflegekräften!

Auf die Kündigung von Romana Knezevic, Pflegefachkraft am Hamburger Asklepios Krankenhaus St. Georg, folgte in den letzten Tagen eine Welle des Protests und der Solidarität. Auch die Fraktion DIE LINKE unterstützte Romana mit einer Fotoaktion. Heute wurde bekannt, dass Asklepios die Kündigung zurückzieht. Romana behält ihre Stelle.

Mit einer Fotoaktion und dem Aufruf "Solidarität mit Romana und allen Pflegekräften!" haben Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Bundestag letzte Woche gegen die Kündigung von Romana Knezevic protestiert. Auch Kathrin Vogler hat die Aktion mit einem Soli-Foto unterstützt. Heute berichtet der NDR, dass Asklepios die Kündigung gegen Romana zurückgezogen hat.

Zum Hintergrund: Die Pflegefachkraft am Hamburger Asklepios Krankenhaus St. Georg ist gewählte Betriebsrätin und aktiv im Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus. Nachdem sie am 17. Dezember vom NDR interviewt worden war und dort auf den - durch jahrelanges Kaputtsparen verursachten - akuten Pflegekräftemangel in ihrem Krankenhaus hingewiesen hatte,  sah sich Romana seitens ihrer Vorgesetzten mit unbelegten Lügenvorwürfen konfrontiert. Trotz Protesten der Hamburger Krankenhausbewegung wurde ihr kurz vor Silvester gekündigt – mit der fadenscheinigen Begründung, sie verbreite wissentlich Falschinformationen und verunglimpfe damit ihre Kolleg:innen.

Die Fraktion DIE LINKE: Wir sind davon überzeugt, dass mit Gesundheit kein Profit gemacht werden darf. Krankenhäuser gehören in die öffentliche Hand. Zudem sollte klar sein: wer die Wahrheit sagt, darf nicht gekündigt werden!

In einer Stellungnahme der Fraktion hieß es am 13. Februar: "Es ist haarsträubend, dass Asklepios weiterhin an der Kündigung festhält – trotz Romanas Status als Betriebsrätin und trotz der breiten Unterstützung aus sozialen Bewegungen und der Gewerkschaft. Ebenso empörend ist, dass der rot-grüne Hamburger Senat, welcher 25,1 % an Asklepios Kliniken Hamburg GmbH hält, sich in Schweigen hüllt und nichts gegen diesen eklatanten arbeitsrechtlichen Verstoß unternimmt.

Heute (17.02.2021) hat Asklepios in einer Pressemitteilung bekannt gegeben: "Asklepios hat sich entschieden, die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit dem Betriebsrat der Asklepios Klinik St.Georg im Zusammenhang mit der beabsichtigten Kündigung zu beenden. Unser aller Anliegen ist es, das wichtige Berufsbild der Pflege zu stärken."

Der Fall Romana ist bei weitem kein Einzelfall: zu der Asklepios-Gruppe gehören 160 assoziierte Einrichtungen in 14 Bundesländern. Zudem steht diese Kündigung beispielhaft für all das, was im deutschen Gesundheitswesen falsch läuft. Zuerst wird privatisiert und kaputtgespart, und dann, falls jemand sich wagt, seine/ihre Stimme dagegen zu erheben, wird er/sie mundtot gemacht – unter grober Missachtung des Arbeitsrechts. Unsere Pflegekräfte haben Besseres verdient! Eine Studie aus Bremen zeigt übrigens: der Pflegenotstand ist behebbar, man müsste nur die Arbeitsbedingungen verbessern und bessere Löhne gewährleisten."

 


Kathrins Online-Sprechstunde

Erfolgreicher Protest: Solidarität mit Romana und allen Pflegekräften!

Auf die Kündigung von Romana Knezevic, Pflegefachkraft am Hamburger Asklepios Krankenhaus St. Georg, folgte in den letzten Tagen eine Welle des Protests und der Solidarität. Auch die Fraktion DIE LINKE unterstützte Romana mit einer Fotoaktion. Heute wurde bekannt, dass Asklepios die Kündigung zurückzieht. Romana behält ihre Stelle.

Mit einer Fotoaktion und dem Aufruf "Solidarität mit Romana und allen Pflegekräften!" haben Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Bundestag letzte Woche gegen die Kündigung von Romana Knezevic protestiert. Auch Kathrin Vogler hat die Aktion mit einem Soli-Foto unterstützt. Heute berichtet der NDR, dass Asklepios die Kündigung gegen Romana zurückgezogen hat.

Zum Hintergrund: Die Pflegefachkraft am Hamburger Asklepios Krankenhaus St. Georg ist gewählte Betriebsrätin und aktiv im Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus. Nachdem sie am 17. Dezember vom NDR interviewt worden war und dort auf den - durch jahrelanges Kaputtsparen verursachten - akuten Pflegekräftemangel in ihrem Krankenhaus hingewiesen hatte,  sah sich Romana seitens ihrer Vorgesetzten mit unbelegten Lügenvorwürfen konfrontiert. Trotz Protesten der Hamburger Krankenhausbewegung wurde ihr kurz vor Silvester gekündigt – mit der fadenscheinigen Begründung, sie verbreite wissentlich Falschinformationen und verunglimpfe damit ihre Kolleg:innen.

Die Fraktion DIE LINKE: Wir sind davon überzeugt, dass mit Gesundheit kein Profit gemacht werden darf. Krankenhäuser gehören in die öffentliche Hand. Zudem sollte klar sein: wer die Wahrheit sagt, darf nicht gekündigt werden!

In einer Stellungnahme der Fraktion hieß es am 13. Februar: "Es ist haarsträubend, dass Asklepios weiterhin an der Kündigung festhält – trotz Romanas Status als Betriebsrätin und trotz der breiten Unterstützung aus sozialen Bewegungen und der Gewerkschaft. Ebenso empörend ist, dass der rot-grüne Hamburger Senat, welcher 25,1 % an Asklepios Kliniken Hamburg GmbH hält, sich in Schweigen hüllt und nichts gegen diesen eklatanten arbeitsrechtlichen Verstoß unternimmt.

Heute (17.02.2021) hat Asklepios in einer Pressemitteilung bekannt gegeben: "Asklepios hat sich entschieden, die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit dem Betriebsrat der Asklepios Klinik St.Georg im Zusammenhang mit der beabsichtigten Kündigung zu beenden. Unser aller Anliegen ist es, das wichtige Berufsbild der Pflege zu stärken."

Der Fall Romana ist bei weitem kein Einzelfall: zu der Asklepios-Gruppe gehören 160 assoziierte Einrichtungen in 14 Bundesländern. Zudem steht diese Kündigung beispielhaft für all das, was im deutschen Gesundheitswesen falsch läuft. Zuerst wird privatisiert und kaputtgespart, und dann, falls jemand sich wagt, seine/ihre Stimme dagegen zu erheben, wird er/sie mundtot gemacht – unter grober Missachtung des Arbeitsrechts. Unsere Pflegekräfte haben Besseres verdient! Eine Studie aus Bremen zeigt übrigens: der Pflegenotstand ist behebbar, man müsste nur die Arbeitsbedingungen verbessern und bessere Löhne gewährleisten."

 

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Kathrin Vogler
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