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„Global Day(s) of Action on Military Spending”: Abrüsten statt aufrüsten! Runter mit den Militär-Etats!

Seit Samstag und bis zum 3. Mai laufen die „Global Day(s) of Action on Military Spending” (GDAMS) des International Peace Bureau (IPB). Das diesjährige Motto - gerichtet an die nationalen Regierungen weltweit - lautet: „Die Reduzierung der Militärhaushalte um 10 Prozent wird helfen, unseren Planeten zu retten. Handeln Sie jetzt!“

Die weltweiten Militärausgaben betrugen im Jahr 2017 ca. 972 Mrd. Euro, das berichtet das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS). Deutschland gab im letzten Jahr rund 37 Mrd. Euro für Rüstung und Militär aus - 2,7 Mrd. Euro mehr als im Jahr 2016. Bis 2021 soll der deutsche Militärhaushalt auf rund 42,4 Mrd. Euro anwachsen. Schlimmer noch: Wenn die Bundesregierung das für die NATO-Mitgliedstaaten angestrebte „Zwei-Prozent-Ziel“ umsetzt, bedeutet das nahezu eine Verdopplung der jährlichen Rüstungsausgaben! Und die Rüstungsindustrie kassiert: Der internationale Waffenhandel hat in den vergangenen fünf Jahren um zehn Prozent zugenommen. Was für ein Zynismus, dass im gleichen Zeitraum die Zahl der Menschen, die an Hunger und Mangelernährung leiden, wieder ansteigt: 815 Millionen Menschen - bzw. elf Prozent der Weltbevölkerung - sind heute von Hunger und Unterernährung betroffen. Von Rüstung und Krieg profitieren nur Machtpolitiker und die Rüstungsindustrie. Alles was für die Zivilbevölkerung wirklich wichtig ist, Frieden, soziale Sicherheit und Gerechtigkeit, ist akut bedroht oder wird zerstört.

Vor dem Hintergrund dieser dramatischen Entwicklungen laufen seit Samstag und bis 3. Mai die „Global Day(s) of Action on Military Spending” (GDAMS) des International Peace Bureau (IPB). Das diesjährige Motto - gerichtet an die nationalen Regierungen weltweit - lautet: „Die Reduzierung der Militärhaushalte um 10 Prozent wird helfen, unseren Planeten zu retten. Handeln Sie jetzt!“

Die Forderung einer Reduktion der Militärausgaben um zehn Prozent kann natürlich nur ein erster Schritt sein. Aber sie hilft den Friedensgruppen und Initiativen vor Ort, die Öffentlichkeit für die Folgen von Aufrüstung und Kriegspolitik zu sensibilisieren und den Druck auf die Entscheider in den Parlamenten zu erhöhen, sich für friedliche Konfliktlösungen statt für Militäreinsätze zu entscheiden.

Weitere Infos über die Vielfalt der thematischen Zugänge und Aktionen der internationalen GDAMS-Kampagne gibt es hier.

Foto: Ein Element der Kampagne ist eine Selfie-Aktion: „Wohin würdest Du 10 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben geben?“ Das wären aktuell ca. 166 Mrd. US-Dollar ... Der Vorschlag von Kathrin Vogler: den Aufbau einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung, insbesondere in den Weltregionen, in denen es kaum medizinische Hilfe gibt.

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