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Video-Dokumentation: Wechselwirkungen von Klima, Ressourcen und Konflikten

Der Unterausschuss „Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln“ (ZKP) diskutierte am 11. November 2019 das brandaktuelle Thema "Wechselwirkungen von Klima, Ressourcen und Konflikten". Die geladenen Sachverständigen waren sich einig, dass dies ein Querschnittsthema für alle Ressorts der Bundesregierung werden muss, denn: "Klimaschutz zu Hause ist Krisenprävention anderswo".

Videodokumentation "Wechselwirkungen von Klima, Ressourcen und Konflikten" im Unterausschuss „Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln“ am 11.11. 2019

"Lange Dürreperioden zwingen Farmer zur Aufgabe ihrer Ländereien und schlagen hunderttausende in die Flucht, Hunger treibt junge Menschen dazu, sich bei Terrormilizen zu verdingen, Wirbelstürme und Überschwemmungen machen die Entwicklung von Jahrzehnten zunichte. Ob in der Arktis oder in Zentralafrika, der Klimawandel hat das Potenzial, krisenhafte politische oder gewaltsam ausgetragene Entwicklungen zu beschleunigen oder gar Konflikte auszulösen, ja zum 'game changer' in den internationalen Beziehungen zu werden."

Der Begleittext zur Veranstaltung des Unterausschusses beschreibt kein düsteres Zukunftsszenario, sondern die bittere Realität in vielen Regionen der Erde. Dr. Kira Vinke vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, eine der beiden geladenen Sachverständigen, erläuterte u.a. wie der durch den Klimawandel ausgelöste gesellschaftliche Wandel Konflikte entlang ethnischer Gruppen verstärkt oder sogar initiiert.

Henrik Maihack von der Friedrich-Ebert-Stiftung berichtete von den Erfahrungen der internationalen regionalen Arbeitsgruppe „Climate Security in the Horn of Africa“. Dort, so Henrik Maihack, sehe man schon jetzt die ganze Bandbreite der Effekte des Klimawandels und es sei unabdingbar, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie der Aspekt der Klimasicherheit in aktuellen Friedensprozessen am Horn von Afrika politisch berücksichtigt werden kann.

In der anschließenden Diskussion kritisierte Kathrin Vogler, dass der Bereich "Militär" in den Pariser Klimaverhandlungen keine Rolle spielte und hob auch noch einmal den Aspekt der Klimagerechtigkeit hervor: "Klimagerechtigkeit ist ein zentraler Ausdruck, denn wir werden die Klimakrise ohne die Frage nach sozialer und globaler Gerechtigkeit nicht bewältigen können."

 


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Kathrin Vogler