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Kathrin Vogler fordert Konsequenzen

Die aktuelle Berichterstattung über Zustände in Ställen im Kreis Steinfurt erschüttert die heimische Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler. Die Verantwortung liege hier nicht nur beim Kreis Steinfurt, der zu wenige Kontrollen durchführe, so die Abgeordnete, sondern auch in der Bundespolitik.

Vogler: "Statt Feigenblattpolitik in Form des „Tierwohllabel“ zu betreiben, welches auf Freiwilligkeit beruht und z.B. ein  paar Zentimeter mehr Platz in den Stall bringt, braucht es dringend klare gesetzliche Regelungen. Diese sind von Landwirten umzusetzen und von den zuständigen Behörden mit ausreichend Personal zu kontrollieren."  Vogler fordert deutlich mehr Platz im Stall und Freilaufmöglichkeiten, um für ausreichend Bewegung zu sorgen und Langeweile und dem daraus  resultierendem Schwanzbeißen vorzubeugen. Die Nutztierhaltung müsse gesetzlich artgerecht und umweltverträglich ausgestaltet werden. "Haltungssysteme müssen an die Tiere angepasst werden, nicht die Tiere an eine möglichst ökonomisch effiziente aber nicht tiergerechte Haltungsform", sagt Vogler.

"Leider hat die schwarz-gelbe Landesregierung in den vergangenen zwei Jahren, seit Bekanntwerden der Videoaufzeichnungen vom Hof der damaligen NRW-Landwirtschaftsministerin Schulze Föcking, einen tierrechtlichen Kahlschlag betrieben. Die Stabstelle Umweltkriminalität, die auch tierschutzrechtliche Verstöße in der Nutztierhaltung bearbeitet hat, wurde aufgelöst. Das Verbandsklage- und Mitwirkungsrecht für anerkannte Tierschutzverbände haben CDU und FDP auslaufen lassen. In der Folge musste das Landesbüro der Tierschutzverbände als Anlaufstelle geschlossen werden", so Vogler weiter. "Um all das zu kaschieren, soll nun im nächsten Jahr eine Stelle einer oder eines Landestierschutzbeauftragten für NRW erfolgen. Das ist eine unredliche Politik gegen das Tierwohl und damit auch gegen die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher."

Der Bericht in WDR Westpol: "Schockierende Bilder: Schweineleid ohne Strafe?" (WDR, 15.9.2019)

Die Berichterstattung dazu in der regionalen Presse:
TV-Bericht über Schweinehaltung. Politik fordert Konsequenzen. (Westfälische Nachrichten, 19.9.2019)

 


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