Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Mehr von uns ist besser für Alle!" - ver.di-Demo zur Gesundheitsministerkonferenz der Länder

"Die Lage in den Krankenhäusern und den Altenpflegeeinrichtungen ist dramatisch. Für unsere Dienstpläne heißt das: Das SOLL ist VOLL – meist schon lange, bevor der Monat zu Ende ist. Wir brauchen mehr Personal in Krankenhäusern und Altenpflege. Dafür demonstrieren wir in Düsseldorf. Mehr von uns ist besser für Alle!" So hieß es im Aufruftext, mit dem ver.di am 20.06., einem Mittwoch, zur Demonstration anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz der Länder in Düsseldorf mobilisierte. Kathrin Vogler nahm an der Düsseldorfer Demo teil und berichtet über ihre Eindrücke.

Mitten in der Woche haben 4.000 Beschäftigte und Unterstützer*innen an der ver.di-Demonstration anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf teilgenommen, darunter auch viele Genoss*innen aus meinem Kreisverband sowie aus ganz NRW, und als Verstärkung war unser Parteivorsitzender Bernd Riexinger angereist. Die Stimmung insgesamt war großartig und die Demonstrant*innen haben ihre Forderungen unübersehbar und unüberhörbar gemacht. Genau das ist auch dringend notwendig: Bundesweit fehlen laut ver.di 63.000 Stellen für Pflegefachkräfte in der stationären Altenpflege, in den Krankenhäusern fehlen bundesweit 80.000 Stellen für Pflegefachkräfte, damit eine sichere Versorgung der Patient*innen sichergestellt werden kann. Entsprechend lauten die Forderungen des verdi-Fachbereichs Gesundheit und Soziales:

  • eine bundesweite gesetzliche Personalbemessung für Krankenhäuser und Altenpflege-
            einrichtungen, die zu jeder Zeit eine bedarfsgerechte Versorgung sicherstellen
  • Sofortprogramme, die kurzfristig Entlastung für Beschäftigte bringen
  • bessere Bezahlung vor allem in der Altenpflege
  • Refinanzierung der Tarifabschlüsse für Krankenhäuser mit dem Nachweis,
            dass das Geld beim Personal ankommt

Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, nannte das von Bundesgesundheitsminister Spahn vorgelegte Sofortprogramm für die Pflege "halbherzig“ und erklärte: "Wir werden uns nicht mit Symbolpolitik abspeisen lassen, sondern erwarten schnelle, wirksame und nachhaltige Maßnahmen für eine gute Pflege und Versorgung sowie die Entlastung der Beschäftigten!“ Von den Bundesländern fordert ver.di, dass sie ihrer gesetzlichen Verpflichtung "endlich und vollständig nachkommen", und die ausstehenden Investitionen auf den Weg bringen, die die Krankenhäuser dringend brauchen; Sylvia Bühler konstatierte: „Spahn und seine Landeskollegen und -kolleginnen sind in der Pflicht, für ein menschenwürdiges Gesundheitswesen zu sorgen. Daran werden wir sie messen.“

Die Demo in Düsseldorf hat einmal mehr deutlich gemacht, wie groß der Druck für die Beschäftigten im Gesundheitswesen ist.
Kleine Reförmchen werden das kranke System nicht heilen, wir brauchen eine Pflegerevolution!

 

 


Publikationen