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Neuen Eindrücke und Herausforderungen

Seit 1. September und bis 14. Oktober hospitiert die Erfurter Studentin Anne Jelitte als Praktikantin in Kathrin Voglers Bundestagsbüro. Hier ihr erster Bericht aus dem Praktikum.

Hallo! Mein Name ist Anne Jelitte und ich studiere Internationale Beziehung und Geschichtswissenschaften an der Uni Erfurt. Bei „Internationalen Beziehungen“ stocken die meisten – im Endeffekt ist es eine Kombination aus Politik- Rechts- und Wirtschaftswissenschaften mit internationalem Schwerpunkt. Im Rahmen dieses Studiums muss ich ein Praktikum absolvieren, das ich nun glücklicherweise in Kathrin Voglers Büro machen darf und das sich in den ersten paar Tagen aber so gar nicht nach einem „Pflicht“-praktikum angefühlt hat. Nicht nur passt Kathrins Themenfeld sehr gut zu meinen Studieninhalten und zu meinem generellen Interesse an internationaler Politik und ihren Konflikten und Verstrickungen, die manchmal so unübersichtlich wirken können, sondern ich fühle mich auch richtig wohl.

Am Montag war ich natürlich etwas aufgeregt – nachdem mich die Büroleiterin Anita aber so nett in Empfang genommen hat, mir zeigte wo ich arbeiten werde und mich den wissenschaftlichen Mitarbeitern Uwe und Marek vorgestellt hat, die ebenfalls sehr aufgeschlossen und freundlich sind, war meine Aufregung sofort verschwunden.

Aus meinem Praktikum vor zwei Jahren bei der Fraktion der LINKEN im Landtag meines Heimatbundeslandes Sachsen-Anhalt habe ich schon einige Einblicke in die tägliche Parlamentsarbeit bekommen können. Damals war der Einzug der AfD in den Landtag mit 24,3% der Stimmen nicht nur ein Schock für die Partei und das Land, sondern auch für mich persönlich. Mein Drang mich politisch zu engagieren und vor allem zu lernen und weiterzubilden, fand dann in meiner Entscheidung im Landtag Erfahrungen zu sammeln ihren Ausdruck.

Nun interessiert mich in dem Zuge der Umgang mit der AfD im Bundestag im Vergleich zu meinen Erfahrungen im Landtag. Zusätzlich dazu kann ich hier auch noch Einblicke in die Verfahren erhalten, die die internationale Politik betreffen.

Vor allem der Ausschuss "Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetzte Sicherheit" liegt besonders in meinem Interessenfeld und ich bin gespannt auf die nächsten Wochen, in denen ich vielleicht das ein oder andere Mal dabei sein darf, wenn dieser tagt.

Die ersten paar Tage in Kathrins Büro gaben mir die Möglichkeit erstmal anzukommen, bevor nächste Woche die erste Sitzungswoche nach der Sommerpause ansteht. Bis jetzt hat mir Marek vieles von dem erklärt, was seine tägliche Arbeit darstellt, was gerade an parlamentarischen Aktivitäten ansteht und mir spannenden Input zur Friedensbewegung und ihren Aktivist*innen geben können. Ich durfte Kathrin begleiten, als sie vier Besuchergruppen (Schüler*innen der zehnten Klasse aus ihrem Wahlkreis) in Empfang nahm und beobachten, welche Fragen die Schüler*innen bewegen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich in diesem Alter fast genau die gleichen Fragen hatte, sich aber seit dem leider wenig getan hat. Umso wichtiger ist die Oppositionsarbeit und das tägliche 'Finger in die Wunde legen' für unsere Demokratie und eine partizipative Gesellschaft, in der jede*r die Möglichkeit zur Entfaltung bekommt, ohne andere dabei auszugrenzen oder zu marginalisieren.

Bis jetzt war es mir eine große Freude und die vielen neuen Eindrücke, neuen Herausforderungen und das wirklich tolle Klima im Büro machen mich neugierig auf die kommenden Wochen. Gerade die erste Sitzungswoche nach der Sommerpause wird für mich sehr spannend und interessant und gibt mir weiterhin die Möglichkeit zu lernen und meinen Horizont zu erweitern. Ich bin sehr beruhigt, dass mir dies in einem solchen Umfeld ermöglicht wird und ich freue mich auf das, was noch kommen wird.

 


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