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Informationsaustausch über die humanitäre Lage im ukrainischen Kriegsgebiet

Mit Benno Kocher vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes und Christian Hörl vom DRK besprachen Kathrin Vogler und Clara Bünger am 5. April die humanitäre Lage in der Ukraine und die Versorgung ukrainischer Flüchtlinge in Deutschland.

Die Rotkreuz-Mitarbeiter berichteten von den großen Schwierigkeiten, die Zivilbevölkerung in den umkämpften Städten mit Hilfsgütern zu versorgen und Flüchtende sicher aus diesen Gebieten zu begleiten. Bisher hätten die 10.000 Freiwilligen im Land etwa 400.000 Menschen erreicht und 500 t Hilfsgüter verteilt. Außerdem bilden die Rotkreuz-Mitarbeiter Menschen in Erster Hilfe aus und unterstützen den Zivilschutz im Kriegsgebiet.  Dabei erweise es sich als Problem, dass immer wieder private Helfer das Zeichen des Roten Kreuzes verwenden, die sich aber nicht an die Neutralitätsverpflichtung des IKRK halten. Das gefährde die Sicherheit vor allem der ukrainischen Rotkreuzhelfer. Es sei zu wenig bekannt, was der besondere völkerrechtliche Status der Rotkreuz-/Roter-Halbmond-Bewegung bedeute, um gerade in Kriegsgebieten humanitäre Hilfe leisten zu können.