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Defender 2020: Manöverschäden an ziviler Infrastruktur auch in NRW zu erwarten

Am Samstag, dem 07.03.2020, schreckte ein lauter Knall den Ort Weißwasser auf. Ein mit US-Panzern beladener Zug, der für das US-Manöver Defender 2020 unterwegs war, kollidierte mit einer Brücke. Auch für NRW sind im Rahmen des Manövers Schäden an der zivilen Infrastruktur zu erwarten. Wie ist damit umzugehen?

Zu den logistischen Drehscheiben des Manövers gehören unter anderem die Häfen Duisburg und Krefeld, das Materiallager in Dülmen, sowie der Truppenübungsplatz Augustdorf als Tank- und Übernachtungsstätte. Hinzu kommen die Verlegerouten die durch NRW laufen. Über die Autobahnen ziehen Konvois Richtung Nordwest und über den Rhein werden Fahrzeuge und Material verschifft. Eine besondere Rolle kommt dem Güterverkehr über die Bahn zu. Laut offiziellen Angaben sollen 90% der Transporte über die Schiene abgewickelt werden.

Bereits in der Vergangenheit ist es zu Schäden an der zivilen Infrastruktur durch Militärtransporte gekommen. So kommen die bekanntesten Beispiele aus dem brandenburgischen Havelland, wo 2015, 2018, und 2019 erhebliche Schäden durch verschiedene Manöver entstanden sind. Dabei kam es insbesondere zu Schwierigkeiten, da nach drei Jahren noch immer keine Vereinbarung zu Instandsetzungsmaßnahmen zur Beseitigung der Manöverschäden mit dem zuständigen Bundesamt für Infrastruktur, Dienstleistungen und Infrastruktur der Bundeswehr (BAIUDBw) unterzeichnet worden war. Sollte es in NRW zu Manöverschäden kommen, sind ähnliche Szenarien denkbar.

Die Website „Stoppt Defender 2020“ von Kathrin Vogler und Alexander Neu fasst viele Aktionen, Termine und parlamentarische Anfragen zu dem Thema zusammen und hat auch zu den Manöverschäden Musteranfragen für die Parlamente sowie Kontaktdaten der zuständigen Meldestellen gesammelt und zusammengefasst.

 

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