Auf antifaschistischen Spuren unterwegs in Berlin
Am 13. Januar 2013 traf die Reisegruppe nachmittags in Berlin ein. Hier erwartete sie gleich der erste Programmpunkt, eine Stadtrundfahrt durch Berlins Westen. Die vom Bundespresseamt engagierte Reisebegleitung entpuppte sich schnell als überaus orts- und sachkundiger Stadtführer, der uns viele Informationen über das historische und gegenwärtige Berlin vermittelte. Der Bus fuhr dann direkt weiter zum Hotel Mercure City West in Siemensstadt / Pankow, wo wir während des Berlinaufenthalts untergebracht waren.
Am Montag, den 14. Januar setzten wir zuerst die Stadtrundfahrt fort: Im Mittelpunkt stand dabei das Berliner Zentrum und der Regierungsbezirk. Im Anschluss fand ein Informationsgespräch im Bundesinnenministerium statt. Nach dem Mittagessen folgt eine Führung durch die Gedenkstätte „Deutscher Widerstand“ und im Anschluss ein Besuch des Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“. Beide Besuche hinterließen bleibende Eindrücke, sowohl über Entstehung des Nationalsozialismus und dessen Unterwanderung der Gesellschaft, wie aber auch über den weiten Widerstand innerhalb Deutschlands, der im öffentlichen Bewusstsein häufig nur mit wenigen Namen verknüpft wird, wie dem von Stauffenberg oder den Mitgliedern der „Weißen Rose“. Nach dem doch recht anstrengenden, aber aus Sicht aller höchst interessanten Programm kehrten wir in Veli’s Restaurant ein, um den Abend miteinander gemütlich ausklingen zu lassen.
Der Dienstag begann mit einem Besuch des „Denkmals der ermordeten Juden Europas“ im Berliner Zentrum und dem anschließenden Mittagessen. Am Nachmittag waren wir zum politischen Gespräch mit der Abgeordneten Kathrin Vogler im Paul-Löbe-Haus verabredet, die sich wegen wichtiger anderer Termine durch ihre Büroleiterin und ihren wissenschaftlichen Mitarbeiter vertreten ließ. In den 60 Minuten Gespräch bekamen wir vertiefende Eindrücke von Kathrin Voglers Arbeit im Bundestag, in den Wahlkreisen und über die zentralen Themen ihrer politischen Aktivitäten. Besonders deutlich wurde dabei, dass sich das Berufsleben der linken Abgeordneten bei weitem nicht auf die reine Arbeitszeit begrenzen lässt, sondern durch weit darüber hinausgehendes persönliches Engagement in vielen Bereichen der Gesellschaft geprägt ist.
Im Anschluss an das Gespräch am Dienstag Nachmittag begaben wir uns dann auf die Spuren jüdischen Lebens im jüdischen Viertel rund um die Hakeschen Höfe, besuchten die Anne-Frank-Ausstellung und die Blindenwerkstatt von Otto Weidt, der während der NS-Zeit vielen Jüdinnen und Juden in seiner Manufaktur Unterschlupf geboten hatte. Es folgte das Abendessen im Rocco.
Der Mittwochvormittag begann deutlich ruhiger als die beiden vergangenen Tage. Nachdem wir beim Hotel ausgecheckt hatten, fuhren wir gemeinsam zum Brandenburger Tor, wo allen Reiseteilnehmern Zeit geboten wurde, um individuell die Umgebung zu erkunden. Wir trafen uns dann im Anschluss im Berlin Pavillon, aßen dort zu Mittag und besuchten dann den Bundestag. In der Plenarsitzung, die wir 60 Minuten von der Besuchertribüne aus verfolgten, wurden gerade die Themen Massentierhaltung und Tierschutz diskutiert. Im Anschluss ging es gemeinsam hinauf auf die größtenteils verschneite Glaskuppel des Reichtagsgebäudes, von wo wir einen Überblick über das verschneite Berlin erhielten, in dem wir die letzten drei Tage gemeinsam verbracht hatten. Nachdem wir den Bundestag verlassen hatten, fuhren wir mit dem Bus hinüber zum Hauptbahnhof und von dort zurück in die Heimat.




