DGB: Zurück zur Parität
Mit einer gut besuchten Abendveranstaltung beleuchtete der DGB Region Dortmund-Hellweg in Hamm am 16. März seine Forderung nach einer paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung. In der Diskussionsrunde mit Oliver Kaczmarek, SPD und Friedrich Ostendorff, Grüne, stellte Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der LINKEN im Deutschen Bundestag, heraus: "Inzwischen ist es so, dass sich die Arbeitgeberseite mit nur noch unter 40 Prozent an den Gesundheitskosten beteiligt. Denn Zusatzbeiträge und Zuzahlungen werden einseitig von den Versicherten getragen."
Mit einer gut besuchten Abendveranstaltung beleuchtete der DGB Region Dortmund-Hellweg in Hamm am 16. März seine Forderung nach einer paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung. In der Diskussionsrunde mit Oliver Kaczmarek, SPD und Friedrich Ostendorff, Grüne, stellte Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der LINKEN im Deutschen Bundestag, heraus: "Inzwischen ist es so, dass sich die Arbeitgeberseite mit nur noch unter 40 Prozent an den Gesundheitskosten beteiligt. Denn Zusatzbeiträge und Zuzahlungen werden einseitig von den Versicherten getragen."
Daher votierte sie auch in einer kleinen Abstimmung zusammen mit den Vertretern von SPD und Grünen für die Wiedereinführung der Parität. Eine rot-rot-grüne Übereinstimmung, die entsprechenden Anträgen von Grünen und LINKEN schon heute im Bundestag zu einer Mehrheit hätte verhelfen könnte, wie Angelika Beier von der IG Metall in einem einleitenden Referat aufgezeigt hatte. Zwar gebe es einen Beitragssatz, der derzeit hälftig von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen wird, führte sie weiter aus, doch ist der Arbeitgeberanteil festgeschrieben und die Kassen durch die nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Mittel auf die Erhebung von Zusatzbeiträgen angewiesen. Dieser Beitragsanteil wird von den Kassen selbst festgelegt und allein von der Arbeitnehmerseite getragen und führt zu einem großen Teil des Ungleichgewichts in der Lastenverteilung. Darüber hinaus lenkte Kathrin Vogler den Blick auf Zuzahlungen für Gesundheitsleistungen oder solche, die früher Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung waren und heute komplett privat bezahlt werden müssen.
Die Veranstaltung fand nicht nur mit Blick auf die Landtags- und Bundestagswahl, sondern auch anlässlich der bevorstehenden Sozialwahl statt, die jeden Beschäftigten, Rentner und jeden Krankenversicherten betrifft. Mehr Infos unter www. Sozialwahl.de.
