Erlaubnis für Pharmawerbung bedeutet Verführung zur Abhängigkeit
Empört zeigt sich Kathrin Vogler (stellvertretende Vorsitzende im Gesundheitsausschuss des Bundestags) über Pläne von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, den Pharmakonzernen Werbung für Schlafmittel und dabei auch die Schilderung von Patientenschicksalen zu erlauben.
Die Pharmaexpertin der Fraktion DIE LINKE weiter:
„Die Pläne aus dem Bundesgesundheitsministerium stellen eine Verführung zur Abhängigkeit dar. Gesundheitsminister Bahr macht sich damit erneut zum Handlanger der Pharmakonzerne. Wenn die Industrie demnächst auch ihre Produkte mit Suchtpotential direkt beim Patienten - unter Umgehung von Ärzten und Apothekern – anpreisen darf, dann hat das mit Patienteninformation nicht viel zu tun.
Auch der Verweis auf eine kommende EU-Richtlinie ist irreführend. Die Pläne von Bahr sind nicht nur vorauseilender Gehorsam, sondern schießen weit über die EU-Vorgaben hinaus.“
