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Friedensnobelpresi für Leoluca Orlando!

Friedensnobelpreis für Leoluca Orlando!

Die neue Rechtsregierung in Italien schließt die Häfen für Flüchtlingsboote - Tausende Menschen sind auf den Schiffen ohne Versorgung. Es sind mutige Bürgermeister, die den Humanismus in diesen Tagen verteidigen: sie öffnen die Häfen und bieten den Menschen Schutz! Der Bürgermeister von Palermo Leoluca Orlando machte den Anfang. Er ist ein Vorbild!

Im Wortlaut

Hallo Leute,

wisst ihr, was ich meine, wer den Friedensnobelpreis bekommen sollte?! Leoluca Orlando, der Bürgermeister von Palermo! Palermo liegt auf Sizilien und ist immer wieder Anlaufpunkt für Flüchtlingsboote gewesen. Die neue italienische Rechtsregierung hat jetzt alle italienischen Häfen für die Flüchtlingsboote gesperrt. Ihr habt´s mitbekommen, die „Aquarius“ mit über 600 Männer, Frauen und Kinder an Bord ist tagelang ohne Wasser, ohne Essen übers Mittelmeer getrieben und fand kein Hafen wo sie anlegen. Dieser Leoluca Orlando hat jetzt mit einer Erklärung nicht nur den Hafen von Palermo geöffnet sondern er hat auch eine Charta herausgegeben, wo er fordert, dass Menschen die vertrieben worden sind nicht nur Aufnahme finden sondern gleich eine Aufenthaltsbewilligung und eine Arbeitserlaubnis haben sollen. Ich möchte mal eben vorlesen, was er dazu in einem Interview gesagt hat: „Das ist eine ganz einfache Schlussfolgerung aus den unmenschlichen Zuständen. Die Menschen haben so gelitten. Es ist eine Schande, wie wir sie behandeln. Keiner kann heute sagen, er habe nichts gewusst. Mein Leben hat sich noch einmal geändert, als ich die Migrant*innen persönlich kennenlernte. Ich gehe manchmal zum Hafen, wenn ein Schiff anlegt und begrüße die Ankömmlinge. Wenn Flüchtlinge ohne Aufenthaltsgenehmigung sind, müssen sie schwarz arbeiten. Sie können keine Wohnung mieten, sie werden in die Illegalität gedrängt. Diese Illegalität nützt dem organisierten Verbrechen. Die Abschaffung der Aufenthaltserlaubnis ist eine ethische Entscheidung, eine Anerkennung der Menschenrechte. Ich mache keinen Unterschied zwischen Asylsuchenden und Wirtschaftsflüchtlingen. Mobilität ist einfach ein Menschenrecht.“

Das sagt der Bürgermeister von Palermo und dem haben sich inzwischen auch die Bürgermeister von Messina und Neapel angeschlossen. Ich finde, das ist eine neue Bewegung der Zivilcourage, eine neue Bewegung der Menschlichkeit gegen unmenschliche Regierungsentscheidungen. Ich würde mir wünschen, dass so etwas auch für uns in Deutschland vorbildhaft ist.