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Homo-Heiler machen krank! – Auch die Bundesregierung findet sogenannte Konversionstherapien gefährlich

Noch immer gibt es Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, die Homosexualität für eine Krankheit halten und mit fragwürdigen Verfahren versuchen, Patientinnen und Patienten davon zu „heilen“. Derzeit gibt es dazu weder verlässliche Zahlen noch wirksamen Schutz der Betroffenen. Auf mehrere Fragen der LINKEN Fraktion an die Bundesregierung zum Thema „Schutz von Patientinnen und Patienten vor sogenannten Konversionstherapien und reparativen Verfahren bei Homosexualität“ antwortet die Bundesregierung ausweichend.

Noch immer gibt es Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, die Homosexualität für eine Krankheit halten und mit fragwürdigen Verfahren versuchen, Patientinnen und Patienten davon zu „heilen“. Derzeit gibt es dazu weder verlässliche Zahlen zum Ausmaß solcher Anbebote noch wirksamen Schutz der Betroffenen, obwohl sich die meisten Verbände deutlich gegen solche gefährlichen Therapieversuche  aussprechen.

Auf mehrere Fragen der LINKEN Fraktion an die Bundesregierung zum Thema „Schutz von Patientinnen und Patienten vor sogenannten Konversionstherapien und reparativen Verfahren bei Homosexualität“ antwortet die Bundesregierung ausweichend. Die Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach betont mehrfach, dass auch die Bundesregierung der Meinung ist, dass Homosexualität keine Krankheit ist und deshalb keiner Heilung bedarf. Auf die Fragen der Abgeordneten, wie denn Patientinnen und Patienten und vor allem Kinder und Jugendliche vor solchen gefährlichen „Behandlungen“ geschützt werden können, blieb sie vage und verwies auf die bestehende Gesetzeslage sowie Aufklärungskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Eine Aufklärungsinitiative, die konkret vor den gesundheitlichen  Gefahren der sogenannten Konversionstherapien warnt, ist allerdings nicht geplant. Über die tatsächlichen Ausmaße solcher „Therapieangebote“ kündigt das Gesundheitsministerium weitere Forschungsvorhaben an.

Die LINKE fordert die Regierung auf, aktiv zu werden und die Bevölkerung vor den Gefahren solcher fragwürdigen Methoden zu warnen. Auch wenn Patientinnen und Patienten in Deutschland theoretisch viele Rechte haben, sind Medizinerinnen und Mediziner Vertrauenspersonen, denen die meisten Menschen nicht ohne weiteres wiedersprechen würden. Eine Kampagne zur Stärkung des Selbstbewusstseins von Patientinnen und Patienten ist dringend erforderlich, auch, um sich gegen Therapieversuche zu wehren, die gar keinen ärztlichen Standards entsprechen.

Die Fragen und Antworten zum Nachlesen: dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18035.pdf

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