Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Pressemitteilung Kathrin Vogler, MdB

Nur 3 von 20 neu eingeführten Arzneimitteln wirklich neu – DIE LINKE fordert eine halbe Milliarde Euro für die nichtkommerzielle Pharmaforschung

Die meisten Arzneimittel, die neu auf den Markt kommen, haben für die Patientinnen und Patienten wenig Nutzen. Meist sind es einfach neue Mischungen aus bekannten Substanzen. Dies bestätigt der aktuelle Innovationsbericht der Techniker Krankenkasse, der gestern vorgestellt wurde. Kathrin Vogler, arzneimittelpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, weist schon seit Jahren auf dieses Problem hin:

 

„Durch die Scheininnovationen der Pharmakonzerne entstehen den Krankenkassen und damit der Solidargemeinschaft jedes Jahr Milliardenkosten."

Die meisten Arzneimittel, die neu auf den Markt kommen, haben für die Patientinnen und Patienten wenig Nutzen. Meist sind es einfach neue Mischungen aus bekannten Substanzen. Dies bestätigt der aktuelle Innovationsbericht der Techniker Krankenkasse, der gestern vorgestellt wurde. Kathrin Vogler, arzneimittelpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, weist schon seit Jahren auf dieses Problem hin:

„Durch die Scheininnovationen der Pharmakonzerne entstehen den Krankenkassen und damit der Solidargemeinschaft jedes Jahr Milliardenkosten. Wir brauchen echte Innovationen in der Arzneimittelforschung, mit Zusatznutzen für die Patientinnen und Patienten und nicht nur für die Pharmakonzerne und ihre Aktionäre!“

Vogler weiter: „Damit alle Patientinnen und Patienten notwendige Medikamente erhalten können, ist es wichtig, die Forschung zu neuen Arzneimitteln nicht ausschließlich der Privatwirtschaft zu überlassen. Eine unabhängige Forschung muss staatlich gefördert werden.

Die LINKE bringt darum zu den Haushaltsberatungen des Bundestages in der nächsten Woche einen Antrag ein, mit dem wir die nichtkommerzielle Pharmaforschung mit 500 Millionen Euro fördern wollen. Vor allem die Forschung zu seltenen und armuts-assoziierten Erkrankungen ist für die Pharmakonzerne häufig zu wenig attraktiv, weil diese Produkte wenig Ertrag versprechen. Wir aber wollen, dass alle Patientinnen und Patienten umfassend und gleichberechtigt mit innovativen Arzneimitteln versorgt werden. Alte Medikamente mit neuem Namen zum zehnfachen Preis brauchen wir nicht!“