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Kathrin Vogler stellt sich den Fragen.

Podiumsdiskussion an der Universität Paderborn

V.l.n.r.: Burkhard Blienert (SPD) und Kathrin Vogler (DIE LINKE)
Im Audimax der Universität Paderborn (Foto: Dennis Bienkowski/DSP)
Die Podiumsgäste mit den Organisatoren (Foto: Dennis Bienkowski/DSP)

Am 11. Januar 2017 luden der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Paderborn sowie die Debating Society Paderborn (DSP) zur Podiumsdiskussion zur Bundes- und Landtagswahl 2017. DIE LINKE wurde durch Kathrin Vogler vertreten. Neben Vogler nahmen auch Bundes- und Landtagsabgeordnete von SPD, Grüne, CDU und FDP sowie ein Direktkandidat der AfD an der Diskussion teil.

Am 11. Januar 2017 luden der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Paderborn sowie die Debating Society Paderborn (DSP) zur Podiumsdiskussion zur Bundes- und Landtagswahl 2017. DIE LINKE wurde durch Kathrin Vogler vertreten. Neben Vogler nahmen auch Bundes- und Landtagsabgeordnete von SPD, Grüne, CDU und FDP sowie ein Direktkandidat der AfD an der Diskussion teil.

Etwa 600 Bürgerinnen und Bürger besuchten die Veranstaltung. Im Vorfeld konnten Fragen eingereicht werden, aus denen die Moderation vor Beginn der Veranstaltung elf Fragen ausgewählt hatte. So wurden unter anderem Themen wie Hochschulpolitik, Klimawandel, gleichgeschlechtliche Ehe oder Politikverdrossenheit angesprochen.

Auf die Frage, ob eine Bezahlung für studentische Angestellte knapp über dem Mindestlohn gerecht sei, machte Kathrin Vogler klar, dass durch die vergangenen Hochschulreformen, immer mehr Universitäten wie Unternehmen denken und dadurch immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse entstanden seien. Auch kritisierte sie scharf die Forderung nach Wiedereinführung von Studiengebühren, da dies nicht nur ungerecht, sondern auch ein Selektionsfaktor sei, der den Zugang für Menschen aus nicht-akademischen Elternhäusern deutlich erschweren würde.

„Ich bin seit 1994 verheiratet und fühle mich in keinster Weise benachteiligt, wenn gleichgeschlechtliche Menschen heiraten. Von daher bin ich klar für die gleichgeschlechtliche Ehe.“, entgegnete Vogler auf die Frage, wie die die Diskutierenden zur Ehe für alle stehen. Das Publikum begegnete die Ablehnung von CDU und AfD mit lauten Buh-Rufen.

Die letzte Frage des Abends hatte die steigende Politikverdrossenheit und wie man dieser begegnen sollte zum Gegenstand. Kathrin Vogler machte dafür unter anderem die vergangenen Regierungen mitverantwortlich. „Als die Menschen 1998 die SPD wählten, taten sie das in der Hoffnung, eine sozialere Politik zu bekommen. Stattdessen erhielten sie Harz IV und Sozialabbau. Als die Menschen die Grünen wählten, wollten sie eine Friedenspartei. Doch stattdessen befürworteten die Grünen den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien.“, so Vogler.

Vogler weiter: „Die Politik muss den Menschen zuhören. Menschen vertrauen Menschen und nicht irgendwelchen Programmen. Deshalb gehe ich in meinem Wahlkreis von Tür und Tür und frage die Menschen, wo deren Probleme liegen.“ Außerdem verwies sie auf die Intransparenz vieler Politiker, die zu weiteren Unmut in der Bevölkerung führe. Daher forderte sie, dass Politiker alle Nebeneinkünfte und Lobbyistenkontakte veröffentlichen sollen.

In der Schlussrunde stellte Kathrin Vogler klar, dass die diesjährigen Wahlen die Weichenstellung für einen Politikwechsel sein können. „DIE LINKE jedenfalls will einen echten Politikwechsel.“, so Vogler.

Vor der Tür des Hörsaalgebäudes hatten auch Mitglieder der Linksjugend Paderborn gegen die Teilnahme der AfD an dieser Veranstaltung protestiert. Kathrin Vogler dazu: "Ich finde beides richtig: Sich mit der AfD argumentativ auseinanderzusetzen und gleichzeitig auch deutlich zu machen, dass diese Partei rassistische und menschenfeindliche Positionen vertritt, mit denen uns nichts, aber auch gar nichts verbindet. Auch gewaltfreier Protest gehört zur lebendigen Demokratie."

 

Die Podiumsdiskussion als Video

Die gesamte Debatte können Sie auf der Seite des AStA Paderborn anschauen.